Präanalytik

Eine Grundvoraussetzung aussagekräftiger laboratoriumsmedizinischer und mikrobiologischer Untersuchungen ist eine qualifizierte Präanalytik. Viele Faktoren vor, während und nach der Probenentnahme können Einfluss auf die Untersuchungsergebnisse haben.

Im Folgenden finden Sie wichtige Hinweise zur Probennahme verschiedener Untersuchungsmaterialien, wie Blut-, Urin- sowie Stuhlproben, Punktaten, Wundabstrichen u.a.

Mikrobiologie

Indikation

  • Sepsis und oder septischer Schock
  • Bakteriämie
  • Endokarditis
  • Osteomyelitis
  • Eitrige Arthritis
  • Abszesse
  • Phlegmone
  • Verdacht auf systemische Beteiligung bei schweren lokalisierten Infektionen (Meningitis)
  • Pneumonie
  • Pyelonephritis)
  • Fungämie
  • Fieber unklarer Genese
  • Fieber bei liegendem intravasalen Katheter/ intravaskulären Implantation
  • V a. zyklische Infektionskrankheiten (z.B. Typhus oder Paratyphus)

Entnahmehäufigkeit

3x2 (aerobe+ anaerobe) Flaschen in den ersten 24 h innerhalb von einer Stunde


Probengefäß

aerobe+ anaerobe BK Flasche, für Kinder spezielle Ped BK Flasche


Mindestmenge

  • Erwachsene: pro Flasche 8-10 ml
  • Kinder > 6 Jahre und > 20 Kg: Körpergewicht 10 ml
  • Kinder < 20 Kg: gewichtsabhängig 1-10 ml Blut
  • Neugeborene und Kleinkinder: 0,5 ml pro Flasche

Entnahmeort

In der Regel eine periphere Vene. Eine arterielle Blutentnahme wird nicht empfohlen.


Entnahmehinweis

Blutkulturabnahme muss stehts vor der Antibiotikatherapie vorgenommen werden.


Hygiene

  • Gründliche Desinfektion der Entnahmestelle und der Hände
  • Schutzkappe von BK Flasche entfernen
  • Gummistopfen mit alkoholgetränktem sterilen Tupfer desinfizieren
  • Trocknen lassen und Desinfektion wiederholen
  • Bis zum Gebrauch mit sterilem Tupfer abdecken

Vorbereitung am Patienten

  • Punktionsstelle mit einem sterilen Tupfer mit 70%igen Alkohol (z.B. Ethanol) desinfizieren
  • Haut trocknen lassen
  • Desinfektion mit einem sterilen Tupfer mit 70% Alkohol
  • Haut trocknen lassen

Beimpfen der Blutkulturflasche

  • Mit der Spritze die Gummimembran durchstechen
  • Blutprobe in die Flasche injizieren
  • Blutkulturflaschen gründlich schütteln
  • Zusätzliche Angaben auf dem Anforderungsschein ergänzen
    • Verdachtsdiagnose
    • Entnahmeort (peripher, ZVK, Port)
    • Aktuelle antimikrobielle Therapie
  • Ebenso können Blutkulturflaschen auch mit anderen primär sterilen Materialien beimpft werden (Liquor, Punktate, Aszites…). Diese Materialien unbedingt auf dem Auftrag vermerken.

Lagerung

Raumtemperatur (20°C)


Laboruntersuchungsmethoden

  • im positiven Fall: mikroskopisches Präparat
  • Kultur

Laborergebnisse

  • Die Inkubation im Labor beträgt 5 Tage (bei mykologischen Anforderung 7 Tage).
  • Jeder positive Erregernachweis einer Blutkultur wird Ihnen telefonisch bzw. per vereinbarten elektronischem Weg mitgeteilt.
  • Im negativen Fall erfolgt nur der schriftliche Endbefund nach ca. 5 bis 7 Tagen

Indikation

v.a. Katheter- assoziierte Infektion


Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

steriles Röhrchen mit Schraubverschluss


Mindestmenge

Katheterspitze (ca. 4-6 cm)


Materialgewinnung

  • Insertionsstelle desinfizieren
  • Katheter ziehen
  • Spitze abschneiden und in ein steriles Gefäß geben

Lagerung

  • Gefäß ohne Bouillon -- Lagerung im Kühlschrank (bei 4-8°C)
  • eine Aussage zur semiquantitativen Keimzahl ist möglich

Laboruntersuchungsmethoden

Kultur


Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 2 Tagen

Indikation

  • bakterielle Meningitis
  • Encephalitis

Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

steriles Röhrchen mit Schraubverschluss


Mindestmenge

2 ml; sinnvoll sind jedoch 5-10 ml


Materialgewinnung

  • Bitte noch vor Punktion den Transport der Probe organisieren u./ o. das Labor informieren
  • Einstichstelle sorgfältig desinfizieren
  • Es sollte eine möglichst große Menge an Liquor gewonnen werden
  • Die Abnahme in mehrere Gefäße ist sinnvoll

Lagerung

Raumtemperatur (20°C), Abkühlung vermeiden!


Laboruntersuchungsmethoden

  • mikroskopisches Präparat (Gram)
  • Liquorkultur

Mikrobiologie Zwickau: Bei Liquores wird zusätzlich bei ausreichend Material ein Antigen-Schnelltest durchgeführt. Dieser umfasst Neisseria meningitidis Typ A, B, C, Y, W135, Hämophilus influenzae Typ b, B-Streptokokken, Pneumokokken und E. coli K1.

Mikrobiologie Görlitz/Dresden: Bei Liquores erfolgt bei ausreichend Material auf Anforderung der Nachweis von Haemophilus influenzae, Neisseria meningitidis und Streptococcus pneumoniae bei Verdacht auf bakterielle Meningitis mittels PCR.


Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 5 Tagen


Hinweis

  • Bei Verdacht auf eine Sepsis sollten zusätzlich Blutkulturen entnommen werden.
  • Bei drohendem Zeitverzug kann auch ein Teil des Liquors in einer Blutkulturflasche transportiert werden.
  • Es sollte jedoch immer Nativliquor für die Erstellung eines Gram-Präparates mitgeschickt werden.

Indikation

  • Pneumonie
  • akute Exacerbation der chronischen Bronchitis (AECB)
  • bakterielle Superinfektion der akuten Bronchitis
  • Mukoviszidose
  • Legionellose
  • Tuberkulose (extra Fragestellung)

Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

steriler Becher


Materialgewinnung Sputum

Das Sekret der tiefen Atemwege wird bei der Gewinnung als Sputum zwangsläufig mit der Mund-Rachenflora kontaminiert. Bitte beachten Sie folgende Abnahmehinweise:

  • Patient muss eingehend über die korrekte Vorgehensweise bei der Sputumgewinnung unterrichtet werden
  • Günstigster Entnahmezeitpunkt: möglichst als Morgensputum (erste Portion nach dem Aufwachen) gewinnen lassen
  • ggf. Zahnprothesen nicht einsetzen
  • Mund vor Sputumentnahme gründlich mit abgekochtem Wasser oder Tee spülen
  • eitriges Sekret aus der Tiefe direkt in den Becher husten, evtl. Stimulation durch Inhalation
  • Gewinnung von induziertem Sputum: Anregung der Sekretion in den Atemwegen durch Inhalation von ca. 25 ml steriler hyperosmolarer (3-6%) Kochsalzlösung 15% NaCl mittels Ultraschallvernebler (Inhalationsdauer ca. 15-20 Min., dabei Sputum alle paar Minuten in ein steriles Gefäß expektorieren lassen).
  • Das Sputum sollte vor Einsendung makroskopisch begutachtet werden, nur eitriges Material sollte eingeschickt werden, ansonsten ggf. Neugewinnung.
  • Eine Sputumuntersuchung unter oder kurz nach Antibiose ist nicht sinnvoll.

Materialgewinnung Trachealsekret

  • Trachealsekret ist nur bedingt besser geeignet als Sputum, da Trachea schon kurz nach Tracheostomaanlage durch Oropharyngealkeime besiedelt ist.
  • Gewinnung möglichst unmittelbar nach Trachealtubuswechsel
  • Aspiration von Sekret aus den tiefen Abschnitten des Bronchialbaums mit einem sterilen Katheter
  • Sekret in ein dicht schließendes, steriles Probengefäß überführen

Bronchoskopisch gewonnenes Material (BAL, Bronchialsekret, Bürstenabstrich)

  • Die erste Aspirationsprobe nach Einführen des Bronchoskop verwerfen (sehr häufig noch mit Mundflora kontaminiert)
  • Sekret/ Abstrich möglichst nah am vermuteten Infektionsort entnehmen, aspiriertes Sekret bzw. Bürste in ein steriles Gefäß umfüllen
  • Bitte beachten Sie, dass anästhesierende Gele antimikrobiell wirken können
  • BAL: Sekret nach Instillation von isotonischer Kochsalzlösung über das Bronchoskop aspirieren (das erste Aspirat sollte verworfen werden), 5- 10 ml Flüssigkeit einschicken, bei V.a. eine Legionelleninfektion mit Ringer-Laktat lavagieren, da NaCl bakterizid auf diesen Erreger wirkt
  • Alle infektiologisch relevanten Informationen angeben (Immunstatus, Grunderkrankung, aktuelle Diagnose, Vortherapie, geplante Therapie).

Lagerung

bis zum Transport im Kühlschrank (4-8°C)


Laboruntersuchungsmethoden

  • Kultur
  • mikroskopisches Präparat (Gram)

Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 2 Tagen


Spezialuntersuchungen

Erfasst werden alle relevanten Atemwegsinfektionserreger mit Ausnahme von Mykobakterien, Legionella pneumophila, Zystischer Fibrose, P. jiroveci, Chlamydia pneumoniae, Aspergillose, Viren, Mycoplasma pneumoniae (bitten ggf. um gezielte Anforderung).


Pneumocystis jiroveccii

Atemwegssekrete (PCR)


Legionella pneumophila

Atemwegssekrete (Kultur, PCR) und Antigennachweis aus dem Urin, zur Erhöhung der Sensitivität wird der Antigennachweis aus 5 ml Urin an zwei aufeinanderfolgenden Tagen empfohlen


Chlamydia pneumoniae

Atemwegssekret (PCR)


Virale Erreger

Influenza Virus A+B, Parainfluenza Virus, RS- Virus: Nasopharyngealabstrich (PCR)


Zystische Fibrose

Atemwegssekrete (mikroskopisches Präparat, Kultur), umfasst die kulturelle Untersuchung auf bakterielle Erreger von Atemwegsinfektionen bzw.- Kolonisation (einschließlich Pseudomonas spp., Burkholderia spp. und verschiedene Nonfermenter)


Norcardiose

Atemwegssekret (mikroskopische Präparat, Kultur)


Aktinomykose

Atemwegssekret (mikroskopische Präparat, Kultur)


Pilzinfektionen

V.a. Infektion mit Aspergillus spp., Atemwegssekrete (mikroskopisches Präparat, Kultur, PCR), zur Erhöhung der Sensitivität wird ein Antigennachweis (Galactomannan-Antigen) aus Serum (2 ml) und BAL (1 ml) empfohlen, bei positiven Resultat sollte das Ergebnis in einer weiteren Probe bestätigt werden

Indikation

  • Kolpitis
  • bakterielle Vaginose
  • v.a. Trichomonadeninfektion
  • B-Streptokokken-Nachweis in der Schwangerschaft
  • Fluor vaginalis
  • Zervizitis

Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

Abstrichtupfer mit Transportmedium


Mindestmenge

1 Tupfer


Materialgewinnung

  • Nach Spekulum-Einstellung zunächst Entfernung von Schleimauflagerungen und des Abflusses am Muttermund mittels Tupfer
  • Abstrichtupfer ca. 1-2 cm tief in den Zervixkanal einführen und wieder herausziehen, ohne die Vaginalhaut zu berühren

Lagerung

bis zum Transport im Kühlschrank (4-8°C)


Laboruntersuchungsmethoden

  • Kultur
  • PCR

Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 2 Tagen


Zusätzliche Fragestellungen

  • Einzeluntersuchung auf B- Streptokokken im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge
  • Aktinomykose (IUP)
  • Neisseria gonorrhoeae (PCR)
  • Herpes simplex Virus (PCR)
  • Chlamydia trachomatis (PCR)
  • Treponema pallidum (PCR)
  • Humane Papillomaviren (PCR)
  • Haemophilus ducreyi (PCR)

Hinweis

Die Untersuchung des Vaginal- und Zervixabstriches erfolgt auf fakultativ pathogene Keime, einschließlich Mykoplasmen, Ureaplasmen, Gardnerellen, Neisseria gonorrhoeae, Trichomonaden und Sprosspilze. Gonokokken sind empfindlich gegenüber Abkühlung (Lagerung und Transport bei Raumtemperatur).

  • Bei der Einsendung von Abstrichproben zum Nachweis von Infektionserregern ist zu beachten, dass Proben für den kulturellen Nachweis grundsätzlich mit Transportmedium und Proben für den molekularen Nachweis in der Regel ohne Transportmedium eingesandt werden müssen.
  • Bei allen Abstrichen von Körperoberflächen besteht die Gefahr der Kontamination durch Bakterien der physiologischen Flora. Abstriche möglichst aus der Tiefe eines entzündlichen Prozesses entnehmen. Abszesse sollten besser punktiert werden.

Indikation

  • Tonsillopharyngitis und Scharlach
  • Diphterie
  • Candidose der Mund- und Rachenschleimhaut
  • Nachweis von Keimträgern z.B. MRSA
  • Menigokokken, S. pyogenes

Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

Abstrichtupfer mit Transportmedium


Mindestmenge

1 Tupfer


Materialgewinnung

Abstriche von Tonsillen oder Seitenstränge unter Drehen und kräftigen Andrücken. Tupfer in Transportmedium einbringen.

Achtung! Es sollte auf eine Kontamination der Probe mit Bakterien der physiologischen Rachenflora vermieden werden


Materialgewinnung bei Diphterie

Sekret unter der abgehobenen Pseudomembran entnehmen ggf. auch vom Kehlkopf. Tupfer in Transportmedium einbringen.

Bitte das Labor bei Verdacht bereits informieren (entsprechender Vermerk auf dem Begleitschein)

Meldepflicht beachten: bereits der V.a. Diphterie ist meldepflichtig nach §6IFSG


Lagerung

bis zum Transport im Kühlschrank (4-8°C)


Laboruntersuchungsmethoden

Kultur


Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 2 Tagen


Hinweis

  • Bei der Einsendung von Abstrichproben zum Nachweis von Infektionserregern ist zu beachten, dass Proben für den kulturellen Nachweis grundsätzlich mit Transportmedium und Proben für den molekularen Nachweis in der Regel ohne Transportmedium eingesandt werden müssen.
  • Bei allen Abstrichen von Körperoberflächen besteht die Gefahr der Kontamination durch Bakterien der physiologischen Flora. Abstriche möglichst aus der Tiefe eines entzündlichen Prozesses entnehmen. Abszesse sollten besser punktiert werden.

Indikation

  • Oberflächliche und tiefe Infektion von Haut
  • Schleimhäuten und Weichteilen

Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

Abstrichtupfer mit Transportmedium


Mindestmenge

1 Tupfer


Material aus geschlossenen Eiterprozessen

  • Perkutane Punktion des Abszesses möglichst vor einer chirurgischen Eröffnung
  • Erregerhaltiges Material sollte mit einer Spritze aufgezogen und mit dieser Schutzkappe versandt werden.

Bei voraussichtlich längeren Transport kann ein Teil des Materials zusätzlich in je eine aerobe und anaerobe Blutkulturflasche gespritzt werden.


Offene Wunden

  • Oberflächliche, evtl. sekundär besiedelte Sekret mit einem sterilen Tupfer entfernen
  • Material aus den Randbezirken und vom Wundgrund mit einem sterilen Abstrichtupfer entnehmen
  • Tupfer in das Transportmedium überführen

Fisteln

  • Entfernen des oberflächlich austretenden Sekrest
  • Fistelöffnung mit Alkohol desinfizieren
  • Material aus der Tiefe des Fistelganges entweder mit einem eingeführten dünnen sterilen Katheter aspiriert oder mit einer feinen Kürette herausgeschabt

Hinweis

Bitte vermerken Sie die Art der Wunde:

  • Chirurgische Wunde
  • Bisswunde
  • Verbrennungswunde
  • Dekubitus-Wunde
  • Chronische Wunde
  • Diabetische Wundinfektion

Lagerung

bis zum Transport im Kühlschrank (4-8°C)


Laboruntersuchungsmethoden

  • Kultur
  • PCR

Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 2 Tagen


Hinweis

  • Bei der Einsendung von Abstrichproben zum Nachweis von Infektionserregern ist zu beachten, dass Proben für den kulturellen Nachweis grundsätzlich mit Transportmedium und Proben für den molekularen Nachweis in der Regel ohne Transportmedium eingesandt werden müssen.
  • Bei allen Abstrichen von Körperoberflächen besteht die Gefahr der Kontamination durch Bakterien der physiologischen Flora. Abstriche möglichst aus der Tiefe eines entzündlichen Prozesses entnehmen. Abszesse sollten besser punktiert werden.

Indikation

  • Nachweis von Keimträgertum (z.B. MRSA)
  • nasale Läsionen

Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

Abstrichtupfer mit Transportmedium


Mindestmenge

1 Tupfer


Entnahme

Abstriche vom Vestibulum nasi unter Drehen des Tupfers.


Hinweis

Die Aussagekraft von Nasenabstrichen für die Diagnostik der Sinusitis ist eingeschränkt. Während Abstriche vom Vestibulum nasi nicht sinnvoll sind, können tiefere Abstriche mit flexiblem Tupfer insbesondere bei der Sinusitis maxillaris Aussagen über den Infektionserreger zulassen.


Lagerung

bis zum Transport im Kühlschrank (4-8°C)


Laboruntersuchungsmethoden

Kultur


Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 2 Tagen


Hinweis

  • Bei der Einsendung von Abstrichproben zum Nachweis von Infektionserregern ist zu beachten, dass Proben für den kulturellen Nachweis grundsätzlich mit Transportmedium und Proben für den molekularen Nachweis in der Regel ohne Transportmedium eingesandt werden müssen.
  • Bei allen Abstrichen von Körperoberflächen besteht die Gefahr der Kontamination durch Bakterien der physiologischen Flora. Abstriche möglichst aus der Tiefe eines entzündlichen Prozesses entnehmen. Abszesse sollten besser punktiert werden.

Indikation

  • Otitis media (akut, chronisch)
  • Otitis externa

Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

Abstrichtupfer mit Transportmedium


Mindestmenge

1 Tupfer


Entnahme

Tupferabstrich unter Sicht (Otoskop oder Ohrmikroskopie) von den Läsionen oder vom Exsudat entnehmen


Lagerung

bis zum Transport im Kühlschrank (4-8°C)


Laboruntersuchungsmethoden

Kultur


Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 2 Tagen


Hinweis

Bei v.a. Mykosen kann zusätzlich die Einsendung von Hautschuppen sinnvoll sein, da hier zusätzlich zu Spross- und Schimmelpilzen auch mit Dermatophyten gerechnet werden muss, die länger bebrütet werden müssen.

  • Bei der Einsendung von Abstrichproben zum Nachweis von Infektionserregern ist zu beachten, dass Proben für den kulturellen Nachweis grundsätzlich mit Transportmedium und Proben für den molekularen Nachweis in der Regel ohne Transportmedium eingesandt werden müssen.
  • Bei allen Abstrichen von Körperoberflächen besteht die Gefahr der Kontamination durch Bakterien der physiologischen Flora. Abstriche möglichst aus der Tiefe eines entzündlichen Prozesses entnehmen. Abszesse sollten besser punktiert werden.

Indikation

  • Konjunktivitis
  • Hornhautulkus
  • Keratitis (bakteriell oder viral bedingt)
  • Keratitis durch Akanthamöben

Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

Abstrichtupfer mit Transportmedium


Mindestmenge

1 Tupfer


Entnahme

  • Antimikrobielle Augentropfen und- salben rechtzeitig absetzen
  • Möglichst keine Lokalanästhetika vor Abstrichentnahme verwenden, da die enthaltenen Konservierungsmittel eine bakterizide Wirkung haben können
  • Nach Abheben des Unterlides Konjunktiva mit angefeuchteten Abstrichtupfer (sterile physiologische Kochsalzlösung) abstreichen; äußeres Auge und Lidrand nicht berühren

Lagerung

bis zum Transport im Kühlschrank (4-8°C)


Laboruntersuchungsmethoden

Kultur


Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 2-7 Tagen


Hinweis

  • Bei V. a. mykotische Keratitis subepitheliales Material vom Uklusrand gewinnen.
  • Bei V.a. Akanthamöbenkeratitis sollte Hornhautmaterial mit einer tiefen Abrasio entnommen werden.
  • Bei Kontaktlinsenträgern mit V.a. Keratitis bitte Kontaktlinsen und Behälter mit Kontaklinsenflüssigkeit mit einsenden.
  • Bei der Einsendung von Abstrichproben zum Nachweis von Infektionserregern ist zu beachten, dass Proben für den kulturellen Nachweis grundsätzlich mit Transportmedium und Proben für den molekularen Nachweis in der Regel ohne Transportmedium eingesandt werden müssen.
  • Bei allen Abstrichen von Körperoberflächen besteht die Gefahr der Kontamination durch Bakterien der physiologischen Flora. Abstriche möglichst aus der Tiefe eines entzündlichen Prozesses entnehmen. Abszesse sollten besser punktiert werden.

Indikation

  • Pertussis
  • Influenza
  • RSV- Infektionen bei Kindern
  • sonstige Atemwegsinfektionen bei Kindern

Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

Abstrichtupfer mit Transportmedium


Mindestmenge

1 Tupfer


Entnahme

  • Flexibles Abstrichbesteck (mit Aludraht) verwenden
  • Möglichst bis zum Nasopharynx vorschieben und drehen
  • Tupfer in Transportmedium einbringen

Lagerung

bis zum Transport im Kühlschrank (4-8°C)


Laboruntersuchungsmethoden

Kultur


Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 2 Tagen


Hinweis

  • Bei der Einsendung von Abstrichproben zum Nachweis von Infektionserregern ist zu beachten, dass Proben für den kulturellen Nachweis grundsätzlich mit Transportmedium und Proben für den molekularen Nachweis in der Regel ohne Transportmedium eingesandt werden müssen.
  • Bei allen Abstrichen von Körperoberflächen besteht die Gefahr der Kontamination durch Bakterien der physiologischen Flora. Abstriche möglichst aus der Tiefe eines entzündlichen Prozesses entnehmen. Abszesse sollten besser punktiert werden.

Indikation

  • Urethritis
  • Epididymitis
  • v.a. sexuell übertragbare Krankheiten (STD)
  • v.a. eine Infektion mit Neisseria gonorrhoeae u./o. Chlamydia trachomatis
  • (chronische) Prostatitis
  • Diagnostik bei männlicher Infertilität

Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

  • Abstrichtupfer mit Transportmedium
  • steriler Becher oder Röhrchen

Mindestmenge

1 Tupfer


Entnahme Urethralabstrich

  • Abnahme morgens vor der ersten Miktion oder 2-3 Stunden nach der letzten Miktion
  • nach vorsichtiger Reinigung der Harnröhrenmündung einen dünnen Tupfer vorsichtig ca. 2 cm in die Urethra vorschieben und leicht drehen
  • bei der Frau nach Reinigung der Harnröhrenmündung Material aus ca. 2 cm Tiefe gewinnen

Entnahme Ejakulat

  • Zunächst den Bereich um die Harnröhrenmündung mit Wasser und Seife reinigen
  • gut abspülen und mit sterilem Tupfer trockenen
  • Ejakulat in sterilem Gefäß auffangen und möglichst schnell ins Labor senden

Entnahme Prostatasekret

  • Nach der Reinigung der Harnröhre mit Wasser und Seife wird die Prostata vom Rektum aus massiert und das ausfließende Exprimat in einem sterilen Gefäß aufgefangen
  • Bei geringen Mengen kann auch ein Abstrichtupfer verwendet werden.

Lagerung

bis zum Transport im Kühlschrank (4-8°C)


Laboruntersuchungsmethoden

  • Kultur
  • PCR

Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 2 Tagen


Hinweis

  • Bei der Einsendung von Abstrichproben zum Nachweis von Infektionserregern ist zu beachten, dass Proben für den kulturellen Nachweis grundsätzlich mit Transportmedium und Proben für den molekularen Nachweis in der Regel ohne Transportmedium eingesandt werden müssen.
  • Bei allen Abstrichen von Körperoberflächen besteht die Gefahr der Kontamination durch Bakterien der physiologischen Flora. Abstriche möglichst aus der Tiefe eines entzündlichen Prozesses entnehmen. Abszesse sollten besser punktiert werden.

Indikation

Entzündung in Abhängigkeit der Lokalisation

  • Peritonitis,
  • Pleuritis,
  • Perikarditis,
  • infektiöse Arthritis,
  • usw.

Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

steriles Röhrchen mit Schraubverschluss


Mindestmenge

1-5 ml


Materialgewinnung

Die Punktion muss unter streng aseptischen Bedingungen vorgenommen werden.


Hygiene

  • Punktionsstelle mit geeigneten Präparat gründlich desinfizieren
  • Alkoholische Desinfektionsmittel vor der Punktion verdunsten lassen
  • Nach hygienischer Händedesinfektion sterile Handschuhe anziehen und Entzündungsprozess punktieren

Hinweise zur Abnahme

Bei der Abnahme ist der Transport mit zu bedenken:

  • Transport < 6 h gesichert: Punktat nativ eingesenden
  • Transport > 6 h gesichert: Punktat nicht nur nativ einsenden, sondern zusätzlich sollte ein Teil des Materials je in eine aerobe und anaerobe Blutkulturflasche beimpft werden

Lagerung

Raumtemperatur (20°C)


Laboruntersuchungsmethoden

  • Kultur
  • Mikroskopisches Präparat (Gram)

Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 14 Tagen

Indikation

Infektionsprozess aus der Tiefe


Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

Röhrchen mit EDTA- Blut


Mindestmenge

Gewebe 3-5 Stück


Materialgewinnung

Optimale Probengröße ca. 1 ccm

Zerkleinerung von größeren Proben im Labor erhöht das Kontaminationsrisiko

Lagerung

natives Material bis zum Transport im Kühlschrank lagern (4-8°C)


Laboruntersuchungsmethoden

  • Kultur
  • mikroskopisches Präparat (Gram)

Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 14 Tagen


Hinweis

Achtung: Material nicht in Formalin einlegen!

Indikation

v.a. Dermatomykosen


Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

steriles Röhrchen


Mindestmenge

nach Bedarf


Materialgewinnung Haut

mit Skalpell oder scharfem Löffel Schuppen aus der Peripherie des Prozesses entnehmen


Materialgewinnung Nägel

kleine und mittelgroße subunguale, krümelige Nagelspäne am Übergang vom kranken zum gesunden Gewebe sind das optimale Material. Nagel deshalb zunächst mit Schere kürzen und diese Nagelstücke verwerfen. Nagelplatte mit dem Skalpell abtragen und dann subunguale Nagelspäne gewinnen


Materialgewinnung Haare

Kürzen der Haare auf ca. 5 mm Länge, abgeschnittene Haare verwerfen, mit Epilationspinzette ca. 10-20 Haarwurzeln entnehmen, zusätzlich möglichst Kopfschuppen mit Skalpell entnehmen


Lagerung

Raumtemperatur


Laboruntersuchungsmethoden

  • Kultur
  • mikroskopisches Präparat

Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 4 Wochen


Hinweis

Vor der Materialentnahme sollte bei allen trockenen, nicht nässenden Läsionen, erythrosquamösen Plaques und auch bei Nägeln eine Desinfektion mit 70% Ethanol erfolgen (Beseitigung von Kontaminationskeimen).

Indikation

Harnwegsinfektion


Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

in 10 ml sterile Röhrchen (ggf. mit Urinstabilisator)


Mindestmenge

5-10 ml


Entnahme Mittelstrahlurin (MSU)

Folgende Fragestellung müssen gesondert angefordert werden:

  • Vorgehen Mann
    • Hände und Vorhaut mit Seife waschen
    • Vorhaut zurückziehen, Eichel mit milder Seifenlösung waschen, mit frischem Wasser spülen, mit sauberen Tupfer trocknen
    • Das erste Urindrittel ablaufen lassen, dann ohne den Harnstrahl zu unterbrechen, 10 ml in sterilem Gefäß auffangen
  • Vorgehen Frau
    • Äußeres Genital und den Damm gründlich mit Seife waschen, mit Wasser abspülen
    • Nach Spreizen der Labien, Urethralmündung und Umgebung mit 3 feuchten sterilen Tupfern reinigen
    • Mit einem vierten sterilen Tupfer trocknen
    • Das erste Urindrittel ablaufen lassen, dann ohne den Harnstrahl zu unterbrechen, 10 ml in sterilem Gefäß auffangen
    • Bei Frauen im höherem Alter oder bei hohem Körpergewicht ist eine Einmalkatheterisierung durch geschultes Personal anzustreben, da die Prozedur nicht durchführbar ist

Entnahme durch Blasenpunktion

  • Goldstandard der Uringewinnung
  • Entnahme: Voraussetzung ist eine gefüllte Blase, die Punktionsstelle zuvor sorgfältig desinfizieren, Punktion unter antiseptischen Bedingungen (hygienische Händedesinfektion, sterile Einmalhandschuhe), Blase zwischen unterem und mittleren Drittel der Verbindungslinie Symphyse/ Nabel punktieren
  • Hinweis: Unbedingt auf Blasenpunktionsurin auf dem Anforderungsschein vermerken, da jede Keimzahl als diagnostisch signifikant anzusehen ist!

Entnahme aus Dauerkatheter

  • Vorgegebene Entnahmestelle oder proximalen Katheterteil sorgfältig desinfizieren und mit steriler Kanüle punktieren
  • Verbindung Katheter/Ableitungsschlauch nicht öffnen
  • Nie Urin aus dem Auffangbeutel entnehmen!
  • Urin in ein steriles Gefäß umfüllen.

Entnahme aus Einmalkatheter

  • Wegen des Risikos einer Keimverschleppung Einmalkatheterisierung nicht ohne weiteres zu empfehlen
  • Genitalbereich wie bei Mittelstrahluringewinnung sorgfältig reinigen
  • Katheterisierung unter antiseptischen Bedingungen (hygienische Händedesinfektion, sterile Einmalhandschuhe)
  • Erste Urinportion verwerfen, mittlere Portion in sterilem Gefäß auffangen

Lagerung

bis zum Transport im Kühlschrank (4-8°C)


Laboruntersuchungsmethoden

Kultur


Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 2 Tagen


Hinweis

Urintauchkulturen nur in Notfällen oder bei erwarteter längerer Lagerung bis zum Transport verwenden.

Indikation

v.a. infektiöse Enteritis


Entnahmehäufigkeit

An drei aufeinanderfolgenden Tagen (bzw. erregerabhängig)

Ein einzelnes negatives Ergebnis schließt eine infektiöse Genese nicht aus.


Probengefäß

steriles Stuhlröhrchen mit Schraubverschluss und Entnahmelöffel


Mindestmenge

  • steriles Stuhlröhrchen zu ca. 1/3 füllen
  • bei flüssigem Stuhl ca. 2-3 ml

Materialgewinnung

Schleimige und blutige Bestandteile bevorzugt aufnehmen


Hinweis

Bei konkreten Verdacht auf einen spezifischen Erreger, muss diese bei der Verdachtsdiagnose auf dem Anforderungsschein oder XServ angegeben werden. Bei unspezifischer Diagnose wird vom Labor auf Basis der Patientenstammdaten (Alter, Auslandsaufenthalt, Dauer der Beschwerden, Diagnose etc.) die Stuhluntersuchung auf die gängigsten pathogenen Erregern vorgenommen.


Lagerung

bis zum Transport im Kühlschrank (4-8°C)


Laboruntersuchungsmethoden

Kultur


Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 2-4 Tagen


Zusätzliche Anforderungen

  • Stuhluntersuchung auf Clostridientoxin innerhalb von 24h (Methode: Suchtest: GDH-EIA, Bestätigungstest: Toxin A/B-EIA, bei Diskrepanz ggf. Toxingen-PCR)
  • Stuhluntersuchung auf pathogene E. coli
  • Stuhluntersuchung auf Pilze
  • Stuhluntersuchung auf Viren
  • Stuhluntersuchung auf Parasiten
  • Stuhluntersuchung auf Helicobacter pylori
  • Stuhluntersuchung auf Listeria monocytogenes

 

Indikation

  • Therapieresistenter Helicobacter pylori- Infektion
  • Empfindlichkeitsprüfung

Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

spezielle Transportröhrchen (Port-a-Germ Pylori)


Entnahme

  • Magenbiopsie nativ (möglichst mehrere aus Antrum und Corpus) in spezielles Transportröhrchen geben
  • mehrere Biopsien von einem Patienten können in einem Röhrchen geschickt werden
  • Biopsie ca. 1 cm tief in das Medium drücken

Lagerung

Raumtemperatur


Laboruntersuchungsmethoden

Kultur und Resistenzbestimmung


Laborergebnisse

Die Befundung dauert je nach Menge und Wachstumseigenschaft des angezüchteten H. pylori bis zu 2 Wochen, die Resistenzbestimmungen erfolgen als Bestimmung der minimalen Hemmkonzentration (MHK) im E-Test.

Indikation

Fieber nach Aufenthalt in Malariagebiet


Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Probengefäß

Röhrchen mit EDTA- Blut


Lagerung

Raumtemperatur


Laboruntersuchungsmethoden

  • Dicker Tropfen
  • Blutausstrich
  • PCR

Laborergebnisse

Täglich.
Suchtest bei V.a. Malaria. Ein negatives Ergebnis schließt das Vorliegen einer Malaria nicht sicher aus. Bei klinischem Verdacht sollte der Test alle 24 Stunden unabhängig vom Fieberanstieg wiederholt werden.

Indikation

Tuberkulose


Entnahmehäufigkeit

bei V.a. Tuberkulose wiederholte Abnahme von Materialien an mindestens drei Tagen


Probengefäß

  • steriler Sputumbecher mit Schraubverschluss
  • steriles Röhrchen mit Schraubverschluss

Mindestmenge

je nach vermuteten Infektionsort:

ArtMenge
Morgensputum2-5 ml
Bronchialsekret2 ml
BAL20 ml
Liquor3 ml
Punktat30 ml
Morgenurin30 ml (3 Proben von 3 verschiedenen Tagen)
Magensaft20 ml (spezielle Transportröhrchen mit Puffer vom Labor anfordern)
Abstricheungeeignet, die Isolierung geling besser aus einer Gewebeprobe

Materialgewinnung

siehe jeweiliges Material


Lagerung

bis zum Transport im Kühlschrank (4-8°C)


Laboruntersuchungsmethoden

  • mikroskopisches Präparat (Auralinfärbung)
  • spezielle Kulturverfahren
  • PCR

Laborergebnisse

Endbefund für negativen Endbefund ca. 8 Wochen.
PCR und Mikroskopie innerhalb eines Tages.


Hinweis

  • Weniger geeignet zur Tuberkulosediagnostik sind Abstriche (zu wenig Material).
  • Ungeeignet zur Tbc-Diagnostik sind Katheterspitzen, Blutkulturen und Stuhl.
  • Die Untersuchung im Tuberkulose Labor erfolgt grundsätzlich mikroskopisch und kulturell, nur bei Urinen erfolgt keine Mikroskopie (fehlende Sensitivität und Spezifität).
  • Eine PCR Untersuchung wird auf Anforderung durchgeführt (Ausnahmen: bei Liquoruntersuchung immer und bei Urinen gar nicht!).
  • Die Mikroskopie und PCR wird im Regelfall als Teilbefund innerhalb von 1-2 Tagen gemeldet, die negative Kultur wird bei uns mindestens 8 Wochen bebrütet. Den negativen Endbefund erhalten sie spätestens nach 8 Wochen.

Indikation

v.a. Madenwürmer (Enterobius vermicularis)


Entnahmehäufigkeit

nach Bedarf


Entnahme

Klebestreifen wird morgens direkt nach dem Aufwachen noch vor dem Duschen auf die Analregion aufgedrückt und dann auf einen Objektträger geklebt


Lagerung

Raumtemperatur


Laboruntersuchungsmethoden

mikroskopisches Präparat


Laborergebnisse

Endbefund nach ca. 1 Tag


Hinweis

Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, achten Sie auf die Hygienemaßnahmen (vor allem Händehygiene!).