Analysenverzeichnis Niederlassungen

Med. Labor Ostsachsen MVZ GbR:
Ärztlicher Leiter:
Prof. Dr. med. habil. Thomas Luther

Labor Bautzen
Töpferstraße 17, 02625 Bautzen
Tel.: 03591 489016
Fax: 03591 489021
Sprechzeiten: Mo.-Fr. von 08:00-18:00 Uhr
Blutabnahme : Mo.-Fr. von 07:30-10:00 Uhr
Ansprechpartner


Labor/Mikrobiologie Dresden
Bremer Str. 57, 01067 Dresden
Tel.: 0351 31406100
Fax: 0351 3140610337
Sprechzeiten: Mo.-Fr. von 08:00-18:00 Uhr
Ansprechpartner


Mikrobiologie Görlitz
Cottbuser Str. 11, 02826 Görlitz
Tel.: 03581 66 93 115 (Befundauskunft)
Tel.: 03581 66 93 122 (Diensthabender Arzt)
Fax: 03581 66 93 984
Sprechzeiten: Mo.-Fr. von 07:00-17:00 Uhr
Ansprechpartner


Labor Görlitz
Cottbuser Str. 11, 02826 Görlitz
Tel.: 03581 66 93 10
Fax: 03581 66 93 1280
Sprechzeiten: Mo.-Fr. von 08:00-18:00 Uhr
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EDV/DFÜ-Hotline: Tel.: 03591 489080
Hauptbuchhaltung: Tel.: 03591 489011
Personalabteilung: Tel.: 03591 489013
Qualitätsmanagement: Tel.: 03591 489015
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Patienteninformationen

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01.01. 2015

HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten

Wie funktioniert der HIV-Antikörpertest ?

Es wird mit einem sehr empfindlichen Suchtest (Test der 4. Generation) das Blut gleichzeitig auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen das HIVirus (HIV Typ 1 und 2) sowie auf das Vorliegen des p24-Antigens getestet. Da der Test äußerst empfindlich reagiert, kann es in seltenen Fällen zu einem „falsch-positiven“ Testergebnis kommen, d.h. das Ergebnis erscheint als positiv, obwohl keine HIV-Antikörper vorhanden sind. Dies wird z.B. bei Personen mit akuten Infektionen, Autoimmunerkrankungen sowie nach Bluttransfusionen und in der Schwangerschaft beobachtet. Daher muss eine positive Reaktion im Suchtest mit einem sehr spezifischen Bestätigungstest (Immunoblot oder PCR) auf ihre Richtigkeit hin untersucht werden. Erst dann kann eine sichere Aussage darüber getroffen werden, ob in dem untersuchten Blut auch tatsächlich Antikörper gegen HIV vorhanden sind oder nicht. Bitte haben Sie daher dafür Verständnis, dass wir Ihnen in einem solchen Fall den notwendig gewordenen Immunoblot und/oder die PCR in Rechnung stellen.

Wann ist der HIV-Antikörpertest sinnvoll?

Durch die Verwendung eines modernen Suchtests der 4. Generation ist ein sicherer Nachweis von Antikörpern bzw. Antigen in der Regel schon nach 6 Wochen möglich.

Damit gilt auch, dass 6 Wochen nach möglicher Exposition durch ein negatives Ergebnis im HIVAntikörper-/ Antigen-Suchtest der 4. Generation eine Infektion mit großer Sicherheit ausgeschlossen werden kann.

In einzelnen Fällen kann es sinnvoll sein, zusätzliche Tests in größeren zeitlichen Abständen durchzuführen (z.B. bei Abwehrschwäche und Tumorerkrankungen).

Was tun in den ersten Wochen?

Ein negatives Antikörper-Testergebnis schließt die Frühphase einer HIV-Infektion leider nicht aus, da möglicherweise trotz Infektion noch keine Antikörper gebildet worden sind. Dieses sogenannte „diagnostische Fenster“ kann durch die HIV-1 PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion) verkleinert werden. In der Regel ist es damit ca. 21 Tage nach der Übertragung möglich, den in Deutschland überwiegend verbreiteten Virustyp HIV-1 direkt nachzuweisen. Wichtig: Das PCR -Ergebnis allein reicht nicht aus. Nach 6 Wochen sollte ein HIVAntikörpertest zur endgültigen Bestätigung eines negativen PCR-Ergebnisses erfolgen.

Andere sexuell übertragbare Krankheiten

Neben den bereits genannten Infektionskrankheiten ist in letzter Zeit eine deutliche Zunahme an Lues-Erkrankungen (Syphilis) zu verzeichnen. Häufig werden die typischen Erstsymptome (Geschwür im Genital-/ Mundbereich, Lymphknotenschwellung in der Leiste) nicht richtig gedeutet; erst ein unklarer Ausschlag führt dann zur richtigen Diagnose. Bei ungeschützten sexuellen Kontakten werden auch Chlamydien und Neisserien (= Gonorrhoe = Tripper) übertragen, die Entzündungen der Harnröhre oder der Eileiter verursachen können. Insbesondere Chlamydien werden zudem als Ursache für eine Infertilität bei Mann und Frau diskutiert. Alle genannten Infektionen können durch Laboruntersuchungen diagnostiziert und medikamentös therapiert werden.

Hepatitis-Impfung vorhanden ?

Nach einem Risikokontakt ist auch eine Untersuchung auf das Vorliegen einer Hepatitis C (HCV) - Infektion, und bei Nichtgeimpften auch einer Hepatitis B (HBV) - Infektion anzuraten. Zum Schutz vor Hepatitis B gibt es eine Schutzimpfung.

Kontakt und weitere Informationen

Im Medizinischen Labor Ostsachsen besteht die Möglichkeit der Blutabnahme, Diagnostik sowie Befundübermittlung. Auf Wunsch ermöglichen wir Ihnen vollständige Anonymität.

Für sämtliche Fragen zur Labordiagnostik stehen wir Ihnen auf Wunsch gern zur Verfügung. Für alle weiteren medizinischen Fragestellungen zu sexuell übertragbaren Erkrankungen gibt es in Dresden eine Reihe von Ärztinnen und Ärzten, die sich schwerpunktmäßig damit befassen.

Zur Blutentnahme und / oder Durchführung eines Beratungsgesprächs bitten wir freundlichst um Terminvereinbarung unter Tel. 0351-31406100 oder unter info@labor-ostsachsen.de 

Kontakt

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