B-Zell-Lymphom (IgH-Umlagerung via PCR)

Analysenverzeichnis
Parameter
Nicht akkreditierter Parameter.
MaterialAbnahmehinweise

1 ml EDTA-Blut oder

1 ml Citratblut oder

1 ml Heparinblut;

1 ml Knochenmark

 

  • Serum ist ungeeignet
  • Medikationen mit Nukleinsäurebasenanaloga oder Zytostatika bitte angeben.
Referenzbereich

Polyklonalität

Methode

Molekularbiologischer Nachweis (PCR)

Hinweise

Beschreibung:
  • Suche nach einer monoklonalen IgH-Umlagerung mit Primern für vier verschiedene Rearrangement-Positionen
 
Ergänzende Untersuchungen:
  • Lymphozytendifferenzierung mittels Flowcytometrie, Immunfixations-Elektrophorese (Serum), Eiweiß-Elektrophorese (Serum), Immunglobuline IgG, IgA, IgM (Serum), Bence-Jones-Proteine im Urin, Beta-2-Mikroglobulin im Serum, Großes Blutbild, manuelles Differenzial-Blutbild; T-Zell-Lymphom (TCR-Umlagerung)
 

Klinische Bedeutung, Indikation

Bedeutung:
  • Unter Beachtung der klinischen und morphologischen Befunde ist der Nachweis der Monoklonalität nahezu beweisend für eine maligne Lymphoproliferation.
  • Der molekularbiologische Nachweis erreicht eine 10-100fach höhere Sensitivität gegenüber der Flowcytometrie. Dadurch ist die Methode nicht nur zur Primärdiagnostik sondern auch zur Verlaufskontrolle geeignet.
 
Diagnostische Hinweise:
  • B-Zell-Lymphome können je nach Aktivität lange persistieren oder relativ rasch den Organismus auszehren. 
  • Die Bestimmung wird bevorzugt aus peripherem Blut durchgeführt.
  • Die Untersuchung von Knochenmark ist besonders bei sehr niedrigen Zellzahlen im peripheren Blut und bei der Suche nach minimalen Resterkrankungen (engl. minimal residual disease = MRD) ratsam.
  • Falsch negative Befunde sind selten bei Akuter Lymphatischer Leukämie, Chronisch Lymphatischer Leukämie und Mantelzell-Lymphom; liegen bei etwa 15-30% beim Burkitt-Lymphom, Lymphoplasmozytoiden Lymphom, Marginalzonenlymphom und Plasmozytom sowie bei 40-50% beim Follikulären Lymphom und beim diffusen großzelligen Lymphom.

 

Stand vom: 24.02.2016