p53-AAK

Analysenverzeichnis
Parameter
MaterialAbnahmehinweise

0,5 ml Serum

Referenzbereich

< 120 U/ml

Methode

ELISA

Hinweise
Beschreibung:
  • Autoantikörper gegen das p53-Tumorsuppressor-Gen. Dieses p53-TSG hat eine hohe Bedeutung für die "Reparatur" von durch Tumore aller Art geschädigter Zellen. Bei Mutation des Gens (in ca. 60 - 80% aller Tumoren der Fall) versagt dieser Reparaturmechanismus und führt damit zu einer schlechten Prognose einer Tumorerkrankung. Die Mutationen führen zu einer deutlichen Verlängerung der biologischen Halbwertszeit des p53-Proteins (von ca. 10-20 Min. auf bis zu 48 Stunden) und damit zu einer starken Akkumulation in der Zelle. Mutiertes p53-Protein als tumorspezifisches Antigen kann das Immunsystem aktivieren und zur Synthese von im Plasma nachweisbaren AAK gegen dieses Protein führen.
 
Ergänzende Untersuchungen:
  • Ausgewählte Tumormarker 
 
Klinische Bedeutung, Indikation

Werte erhöht:
  • Plattenepithelkarzinom Kopf-/Halsbereich
  • Pankreaskarzinom
  • Lungenkarzinome
  • Leberzellkarzinome
  • Ovarialkarzinome
  • Mammakarzinome
  • Kolonkarzinome
 
Diagnostische Hinweise:
  • Bei Ausschluß von Autoimmunerkrankungen korreliert das Auftreten von p53-Autoantikörpern mit sehr hoher Spezifität mit dem Vorliegen eine Malignoms.
  • Bisherige Erfahrungen zeigten, dass fast alle Patienten, bei denen bisher p53-Autoantikörper nachgewiesen werden konnte, auch eine durch andere Verfahren gesicherte Tumorerkrankung aufwiesen.
  • Die Messung von p53-Autoantikörpern kann auch bei Tumormarker-negativen Patienten sinnvoll sein.
  • P53-AAK können zeitlich oft deutlich vor den klassischen Tumormarkern nachgewiesen werden (Bedeutung in der Nachsorge).
  • P53-AAK sind weniger sensitiv als spezifische Tumarmarker, dafür aber zu ca. 100 % spezifisch. Anzuraten ist deshalb eine kombinierte Bestimmung.
 
 

Stand vom: 20.04.2011