Aktualisierung der Hämotherapie-Richtlinie

Labor- und Fachinformationen
|   Allgemeine Hinweise und Organisatorisches

die lange angekündigte Novellierung der Hämotherapie-Richtlinie wurde im August 2017 veröffentlicht und enthält neben Änderungen der Spenderauswahlkriterien vor allem neue Anforderungen und gesetzliche Regelungen bezüglich der Blutgruppenbestimmung.

Das Wichtigste haben wir hier für Sie zusammengefasst.

  1. Jedes Probengefäß ist vor der Blutentnahme eindeutig mit Name, Vorname(n) und Geburtsdatum des Patienten zu kennzeichnen. Name, Vorname(n) und Geburtsdatum auf dem Überweisungsschein und dem Probengefäß müssen zu 100 % übereinstimmen. Zusätzlich können diese Daten auch in codierter Form angebracht werden. Der anfordernde Arzt ist für die Identität der Blutprobe verantwortlich.
    • Bei Probengefäßen, die ausschließlich mit Barcode gekennzeichnet sind, werden die Befunde für die Blutgruppenbestimmung und/oder den Antikörpersuchtest unter Vorbehalt erstellt. Es erfolgt zusätzlich ein Hinweis auf die korrekte Beschriftung der Probengefäße (s.o.). 
    • Bei einer Diskrepanz der Angaben von Name, Vorname und Geburtsdatum bzw. Barcode zwischen dem Überweisungsschein und dem Probengefäß können immunhämatologische Untersuchungen nicht durchgeführt werden 
  2. Für blutgruppenserologische Untersuchungen ist eine nur für diesen Zweck bestimmte Blutprobe erforderlich. Ausnahme: pädiatrische Patienten
    • Bitte senden Sie daher ein zusätzliches Röhrchen (Vollblut ohne Zusätze oder EDTA) ein.

 Die ausführliche Richtlinie finden Sie im Internet auf der Seite der Bundesärztekammer unter